Wie Haltern an den See gelangte

Dass Haltern Seestadt ist, das war nicht immer so. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde darüber nachgedacht, dass es so etwas wie einen Stausee brauchte. Der Hintergrund war einleuchtend: 1901 brach im Ruhrgebiet Typhus aus und als Ursache wurde verunreinigtes Trinkwasser ausgemacht. Seinerzeit stammte das Trinkwasser häufig noch aus der Ruhr. Die Gelsenwasser AG suchte daraufhin nach neuen Möglichkeiten, um das durstige Ruhrgebiet mit Trinkwasser zu versorgen. Die Lippe brachte einst schon die Römer nach Haltern und nun sollte sie auch dazu dienen, frisches und sauberes Trinkwasser für das Ruhrgebiet bereit zu stellen.

In Haltern fließt die Stever in die Lippe und so wurde dann an der Stever das Wasserwerk gebaut. Bevor dann der Stausee angelegt wurde, vergingen aber noch einige Jahre. Zunächst einmal wurde Wasser aus der Stever gepumpt. 1913 waren es zum Beispiel 18 Millionen Liter. Der Durst nach frischem Wasser wurde größer. So groß, dass die Stever das Wasser alleine nicht mehr beisteuern konnte. Somit begann man, in größeren Kategorien zu denken.

Die Idee: Eine Talsperre, in der die Stever angestaut wurde, so dass ein Stausee voller Trinkwasser angesammelt wird. Klar, dass man in Haltern zunächst einmal dagegen war. Vor allem die Landwirte, die Flächen an den Stellen hatten, an denen sich heute der Grund des Sees befindet, stellten sich quer. Es flossen ordentliche Entschädigungen und am Ende vergingen einige Jahre, bis 1930 die Stever zum Staussee aufgestaut wurde: Der Halterner Stausee entstand.

Und plötzlich war der See nicht nur Trinkwasser-Reservoir sondern auch eine sogenannte Volkserholungsstätte. Am Overrather Hof entstand ein Strandbad und am Wochenende pilgerten die Menschen wie heute noch aus dem Ruhrgebiet an den Sandstrand vor der Haustür.

Dass Haltern über einen oder sogar mehrere Seen verfügt, die sich großer Beliebtheit erfreuen, ist heute selbstverständlich. Es ist noch keine hundert Jahre her, da war Haltern allenfalls die Stadt an Lippe und Stever. Dass daraus mal ein Haltern am See wird, war da noch nicht absehbar.

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