Straßennahmen in Haltern: Die Koeppstraße

Die Koeppstraße in Haltern kennt man. Sie führt vom Möbelhaus Döbber vorbei an der Alten Post bis hin zur Holtwicker Straße. Woher die Koeppstraße ihren Namen hat, das wissen indes die wenigsten. Die Koeppstraße ist benannt nach Friedrich Koepp.

Friedrich Koepp war ein Archäologe, der von 1860 bis 1944 lebte und der eng mit den ersten Römergrabungen in Haltern verbunden ist. Es war das Jahr 1899, als Friedrich Koepp am Annaberg mit den Grabungen zur Erkundung des Römerkastells Aliso begann. Mitstreiter von Koepp war seinerzeit Carl Schuchardt, nach dem in Haltern ebenfalls eine Straße benannt ist. Die Schuchardtstraße führt von der Weseler Straße an der Ecke zwischen Kaufpark und Elting zum städtischen Kindergarten an der Conzeallee (auch der gute alte Herr Conze hat etwas mit dem Altertum in Haltern zu tun - aber das nur am Rande...)

Zurück zur Friedrich Koepp. Der war ein Mitglied der Alterumskommission für Westfalen und er war einer der Antreiber, die Ausgrabungen auf den Spuren der Römer zu intensivieren, nachdem man erste Erfolge bei den Grabungen am Annaberg verbuchen konnte. Das heute bekannte Römerlager Haltern, dass vom Annaberg aus gesehen ein wenig weiter stadteinwärts liegt, wurde durch Friedrich Koepp mit entdeckt und freigelegt. Vielleicht auch durch diese Erfolge beflügelt, wurde Friedrich Koepp zum Geschäftsführer der Westfälischen Altertumskommission in Münster berufen und er organisierte weitere Grabungen in Haltern. 

Heute prägen die Römer die Stadt Haltern als einen Teil ihrer Geschichte. Dass diese Geschichte offenbar wurde, ist auch Menschen wie Friedrich Koepp zu verdanken. Böse Zungen sagten einst: "Hast du in Haltern mal nach Scherben gegraben, dann trägt bald eine Straße deinen Namen." So ist es. Das gilt auch für die Herren Alexander Florentin Maria Conrads oder eben für Johann Heinrich Schmedding. Warum Straßen in Haltern deren Namen tragen, wird an anderer Stelle erörtert.


Straßennahmen in Haltern: Die Dr.-Conrads-Straße

So wie die Straßennamen Koeppstraße, Conzeallee, Schuchardtstraße oder Pitter-Bey-Straße ist auch der Straßenname der Dr.-Conrads-Straße eng mit den Ausgrabungen des Römerlagers vor mehr als hundert Jahren verbunden.

Die Dr.-Conrads-Straße führt von der Holtwicker Straße vorbei an der Polizei und dem Park auf der einen und der Musikschule auf der anderen Seite in Richtung Kärnter Platz und Innenstadt. Die Dr.-Conrads-Straße ist benannnt nach Alexander Florentin Maria Conrads, der in Heiden, nicht allzu weit von Haltern, geboren wurde. Nach seinem Medizinstudium und verschiedenen Stationen als Militärarzt ließ sich Conrads zunächst in Haltern als Arzt nieder, entdeckte jedoch bald seine Leidenschaft für Archäologie, die er am Annaberg auch ausleben konnte. Dabei stand er in regem Austausch mit anderen Archäologen wie Conze oder Koepp, nach denen auch Straßen in Haltern benannt sind. Mit beiden Archäologen verband Dr. Conrads eine lebenslange Freundschaft.

Conrads gilt als einer der Entdecker der Spuren alter römischer Schiffshäuser entlang des alten Laufs der Lippe - ungefähr auf der Höhe der heutigen Straße Am Uferkastell. Zudem gilt Dr. Conrads als Initiator zur Gründung des Halterner Geschichts- und Altertumsvereins. Auch das erste Römisch-Germanische Museum in Haltern, das vom genannten Verein getragen wurde, ist durch das Engagement von Conrads erst ermöglicht worden. Dr. Conrads ist ein Ehrenbürger der Stadt Haltern.

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