Eine kleine Geschichte der Post in Haltern am See

Wer heute in Haltern einen Brief oder ein Paket aufgeben möchte, der geht an das obere Ende der Fußgängerzone und findet dort eine kleine Stelle mit zwei Schaltern, an der die Dienste der Post inklusive der Postbank-Dienstleistungen abgewickelt werden. Wer das kennt, kann sich kaum noch vorstellen, was für eine wichtige Funktion die Post als Wirtschaftsfaktor für Haltern einst hatte.

Haltern als Standort der Post kann bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts verfolgt werden: Vier Mal in der Woche machte die Kaiserliche Reitpost auf ihrem Weg von Köln über Wesel, Münster, Onsnabrück und später auch Hamburg in Haltern Station. Auch die kurbrandenburgische Botenpost band Haltern auf ihre Route zwischen Berlin und Kleve mit ein - zweimal pro Woche machte sie in unserem Städtchen Station. Sehr klangvoll ist auch der Name der fürstbischöflichen münsterischen Wagenpost, die zwischen Düsseldorf und Münster verkehrte. Die Namen wechselten, ebenso die Routen aber Haltern blieb als Routenpunkt bestehen und wurde um 1725 herum dann auch zur Umladestelle der Post.

Was für ein Amtstitel: Preußischer Postwärter. Den gab es in Haltern seit 1753. Später heißt das Amt dann Postwärter der fürstbischöflichen Post; Anfang des 19. Jahrhunderts wird die Kaiserliche Reitpost dann aufgegeben und heißt preußische Fahrtpost. Als die Post unter französische Verwaltung kommt, liegt der Post-Posten Haltern an der Strecke Hamburg-Paris.

Als 1876 die Telegraphieleitung zwischen Münster und Wesel gelegt wird, bekommt auch Haltern ein Telefon; 1901 gibt es dann schon 18 Hauptanschlüsse. Bis 1891 hat die Post in Haltern ein Gebäude an der Rekumer Straße 49 - ungefähr dort, wo heute ein Kinder-Bekleidungshaus ist. Danach zieht sie näher an den Marktplatz - Ecke Merschstraße. Dort, wo heute die Filiale der Volksbank an der Merschstraße ist, entstand 1902 ein imposantes Postgebäude, das 1917 noch einmal erweitert wurde.

Später zog die Post dann weiter stadtauswärts - das Gebäude schräg gegenüber von Feuerwehr und Stadtsparkasse - gibt es heute noch und es wird auch heute noch zum Teil von der Post genutzt. Denn mit zwei Schaltern allein in der Innenstadt lässt sich der Postdienst für Haltern dann doch nicht bewältigen.

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