Ein Einblick in Halterner Sagen und Legenden.

In Haltern und Umgebung gibt es auch jede Menge Sagen und Märchen, die man sich schon seit vielen Jahrhunderten erzählt, die aber zunehmend in Vergessenheit geraten. Zwei dieser Sagen sind die vom Höllenhund in der Rekumer Straße. Die andere Sage ist die vom Lohmännchen.

Der Höllenhund in der Hohen Mark

In der Hohen Mark - also im Waldgebiet Richtung Holtwick und Lavesum gibt es einen Höllenhund. Der lebt dort schon seit vielen Jahren. Einst lebte er aber in der Stadt Haltern. Man erzählt sich, dass ganz früher vor vielen hundert Jahren aus einem Haus an der Rekumer Straße ganz in der Nähe der Kirche, nachts ein fürchterliches Heulen und Kettenrasseln zu hören war und glühende Augen im Dunklen leuchteten.

Alle fürchteten sich vor dem Höllenhund an der Rekumer Straße, bis ein Mönch ihn überwinden konnte und in schweren Ketten in die Hohe Mark brachte. Dort lebt der Höllenhund bis heute. Und jedes Jahr - bis heute - kommt der Höllenhund an einem bestimmten Tag einen kleinen Schritt näher an die Stadt Haltern heran. Und eines Tages wird er so viele kleine Schritte gemacht haben, dass er wieder im Inneren der Stadt sein Unwesen treiben kann...

Übrigens: Geführte Wanderungen zu den sagenumwobenen Orten in der Hohen Mark gibt es auch. Mehr zum Thema gibt es hier: "Hex, Hex. Sagenhafte Orte der Hohen Mark."

Natürlich wird man bei diesen Wanderungen auch auf den Höllenhund zu sprechen kommen.

Das Lohmännchen

Verlässt man die Innenstadt über die Rekumer Straße, um sich dann nach rechts Richtung Lavesum zu orientieren, dann wird man unweigerlich am "Loh" vorbei kommen. Das ist in etwa auf Höhe zwischen der alten Ziegelei und der Autobahnbrücke.

Und in diesem Waldbereich trieb vor vielen, vielen Jahren das Lohmännchen sein Unwesen. Es muss eine Art "Rumpelstielzchen" gewesen sein - nicht größer als einen Meter. Und wenn man sich - damals noch zu Fuß - auf den Weg von Haltern nach Lavesum machte, dann stand das Lohmännchen auf einmal vor einem, ohne dass man es vorher gesehen oder gehört hätte. Es erschreckte die Menschen, die dort vorbei kamen, es rief ihnen böse Dinge hinterher und drohte sogar mit dem Tod.

Das muss bei den Menschen seinerzeit einen so nachhaltigen Eindruck hinterlassen haben, dass man dem Lohmännchen vor einigen Jahren ein Denkmal oder besser ein Denkmälchen baute: Am Ende der Rekumer Straße, kurz vor der Fußgänger Ampel, wird man von einer kleinen Bronze-Figur begrüßt.

Über die Sagen aus Haltern am See gibt es natürlich auch ein Buch, unter anderen mit den Geschichten: "Wie das Lohmännchen den Jans Droste zu Tode erschreckte" oder "Der Weber und das Lohmännchen".

Das Buch heißt "Wat Uhl un Ekboom vertellen" und es ist in den Beiträgen zur Geschichte der Stadt Haltern im Band 7 veröffentlicht worden. Wer es kaufen möchte, wird wahrscheinlich in der Stadtbücherei Haltern und in der Buchhandlung Kortenkamp fündig.

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