Neue Auenflächen für die Lippe in Lippramsdorf

Sie ist klein. Sie ist auf den ersten Blick kaum auffällig. Sie liegt ein wenig versteckt. Und doch ist sie eines der bedeutendsten Baudenkmäler, die es in Haltern am See überhaupt gibt. Die Rede ist von der Kapelle St. Katharina in Hamm-Bossendorf.

Der Chor der Kapelle stammt bereits aus dem elften oder zwölften Jahrhundert. Das Schiff ist vermutlich eine Erweiterung, die später erfolgte. Der Altar in der Kapelle verfügt über die Bezeichnung 1744-46. Damit dürfte der Altar schon zu den jüngsten Ausstattungen des Gebäudes zählen. In jedem Fall ist die Kapelle das älteste noch erhaltene Gebäude aus Stein im Vest Recklinghausen. Manche Kunsthistoriker sehen in der Kapelle sogar die ältestes Steinkirche im Bistum Münster. Sie steht in der Mitte des Friedhofs in Hamm-Bossendorf.

Sie befindet sich nicht weit von der Lippe und damit an einer Stelle, die einst als Lippeübergang von höchster strategischer Bedeutung gewesen war. Dreimal wurde ihr diese strategische Position auch zum Verhängnis: Während des Dreißigjährigen Krieges wurde sie zweimal niedergebrannt, ebenso während der Befreiungskriege zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als die Kapelle zeitweise als Pferdestall diente. Während des Spartakus-Aufstandes 1920 und zum Ende des zweiten Weltkriegs wurde sie zudem zweimal zerstört.

Man ist sich heute zudem recht sicher, dass die Kapelle einst über einen Turm aus Holz verfügte. Vor rund 60 Jahren wurde die Kapelle umfassend saniert - sie war insgesamt sehr baufällig geworden. In ihrer Geschichte war die Kapelle ohnehin nicht immer im besten Zustand. Das jedenfalls offenbart ein Visitationsprotokoll der Kapelle aus dem Jahr 1630. So wird bemängelt, dass der Altar beschädigt sei und auch ein Altarteppich fehle. Eine Decke sei zwar vorhanden aber zerschlissen, der Fuß des Altars sei nur aus rohem Eisen, der Altartische eine Ruine. Der Turm sei zerfallen und das Taufbecken nicht geweiht gewesen.

Die gute Nachricht: Um den Zustand der Kapelle ist es heute weitaus besser bestellt. Wer sich besichtigten möchte, kann sie mit dem Fahrrad gut erreichen. Sie liegt auf der linken Kanalseite, wenn man sich von Flaesheim aus in Richtung Marl orientiert. Mit dem Auto kann man aus der gleichen Richtung kommend weniger hundert Meter hinter dem Sportlplatz rechts abbiegen und gelangt auf diesem Wege zur Kapelle.

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