Die Halterner Stadtviertel, die Stadttore und die Hanse

Wenn man in Haltern am See von Stadtvierteln spricht, dann ist das nicht nur ein Wort. Die Halterner Innenstadt war früher tatsächlich in vier verschiedene Viertel eingeteilt. Diese waren zwar nicht gleich groß, so dass man unter Viertel richtigerweise eher Nachbarschaften verstehen kann. Wenn man sich Karten von Haltern am See anschaut, dann erkennt man diese Viertel in ihren unterschiedlichen Größen noch heute und auch so mancher Straßenname lässt sich daraus ableiten. Auch wenn man auf dem Halterner Marktplatz zu dem großen Modell der Halterner Innenstadt geht - links vom Haupteingang der Kirche - kann man die vier Viertel noch gut erkennen.


Die Viertel liegen allesamt in der Innenstadt und damit innerhalb des Stadtrings, der ebenfalls bis heute erkennbar ist. Der Name der Viertel: Gampoter Viertel, Großes Viertel, Kleines Viertel und das Kirchhöfer Viertel. Das Gampoter Viertel ist das Viertel, das heute zwischen der Rekumer Straße und der Merschstraße verläuft. Mittendrin gibt es ja auch die Straße Gantepoth. Ob diese Namensähnlichkeit etwas mit dem Gampoter Viertel zu tun hat, liegt zumindest Nahe. Rechts davon liegt dann das große Viertel, also der Bereich zwischen der Rekumer Straße und der heutigen Mühlenstraße. Zwischen der Mühlenstraße und der Lippstraße lag demnach das kleine Viertel und das Kirchhöfer Viertel ist der Bereich zwischen der Lipp- und der Merschstraße - also jener Bereich mit der Sixtuskirche und den Gebäuden hinter der Kirche, die heute noch zum Teil zur Kirche bzw. zur Gemeinde gehören, darunter das alte Pastorat und das ehemalige Vikariegebäude. Daher stammte auch seinerzeit schon der Name des Viertels.


In den alten Tagen verfügte Haltern über vier Stadttore. Durch diese Tore gelangte man jeweils ins Innere der Innenstadt. Diese Tore befanden sich jeweils an der Schnittstelle zwischen den einzelnen Stadtvierteln. Das Merschtor befand sich an der Merschstraße - dort wo die Grenze zwischen dem Kirchhöfer und dem Gampoter Viertel verlief. Das Rekumer Tor befand sich an der Grenze zwischen dem Gampoter und dem Großen Viertel. Zwischen dem Großen und dem Kleinen Viertel befand sich das Mühlentor - das wahrscheinlich älteste Stadttor der Stadt Haltern. Es befand sich ungefähr dort, wo heute der größe Kreisverkehr ist. Das Lipptor befand sich genau an der Grenze zwischen dem Kleinen Viertel und dem Kirchhöfer Viertel. Es hieß so, weil die Lippe seinerzeit an der Stelle vorbei floss. An jener Stelle stand auch der Verladekran, der urkundlich erstmalig zum Ende des 16. Jahrhunderts erwähnt wurde. Heute steht ein Nachbau des Krans unweit der Stelle des ehemaligen Tores - und zwar dort, wo heute der "See Wellen schlägt".


Eine Erklärung übrigens, woher der Name Haltern stammt, kann mit der Lippe erklärt werden. Haltern kann auf einen gemeinsamen Wortstamm mit "Halfter" zurück geführt werden. Auch die Parallele zum Gürtel im Stadtwappen von Haltern wäre damit erkennbar. Es ist möglich, dass in früheren Zeiten in Haltern Schiffe auf der Lippe auf der Höhe von Haltern durch Pferde gezogen werden mussten, da der Fluss hier nicht die nötige Tiefe hatte. Diese Verbindung ist nicht bewiesen, sie liegt jedoch sehr nahe, da viele Indizien passend zusammen kommen. Die Lippe war als Fluß so bedeutend, dass Haltern spätestens seit dem 16. Jahrhundert zur Hanse gehörte. Auch heute gehört Haltern zum Internationalen Hansebund. Eine Stadtführung zum Thema Hanse gibt es in Haltern im Übrigen auch: Hier

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