Die Bucht an der Stadtmühle

Derzeit ist die Stadtmühlenbucht in aller Munde. Man plant, dass dieses Fleckchen aus dem Dornröschenschlaf geweckt wird und sich zu einem der schönsten Punkte in Haltern mausert. Das ist es bislang noch nicht. In der Bucht gibt es den Segelhafen und die “Kajüte”, in der man an Sommerabenden draußen ein Bierchen trinken kann und eine Ahnung davon erhält, wie schön dieser Platz tatsächlich ist. Von der Straße aus, spürt man davon derzeit noch recht wenig. Nun sagt man sich in Haltern am See immer mal wieder, dass man sich für Tourismus und Nahverkehr stark macht. Dazu gehört auch, dass man die Stadtmühlenbucht aufwertet.

Nun, die politischen Diskussionen darüber sind in Haltern noch in vollem Gange. Diesen Diskussionen wollen wir uns nicht anschließen sondern einmal zurück blicken, auf welche Geschichte die Stadtmühlenbucht eigentlich zurück blickt. Der Halterner Stausee wurde ja in den Jahren 1928 bis 1930 angelegt. Seinerzeit hatte man sich dazu entschieden, die Stever zu einem See aufzustauen. Auf der Höhe der Stadtmühlenbucht fließt der Mühlenbach heute in den See. Früher floss er noch weiter. Ungefähr auf halber Höhe zwischen dem Westufer Park und dem Strandbad - also dort, wo heute Wasser ist - floss der Mühlenbach früher in die Stever. Dort befand sich seinerzeit noch eine städtische Weidefläche, die man “Kiwitt” nannte - die Straße “Zum Kiwitt” gibt es ja auch bis heute in Haltern am See 

In noch früherer Vergangenheit standen auf dem Gelände der Stadtmühlenbucht tatsächlich mehrere Mühlen. Dort wo sich heute noch das Lokal “Stadtmühle” befindet, stand seinerzeit zum Beispiel die Halterner Kornmühle, die auch in Betrieb war, bis der Stausee angelegt war. Neben der Kornmühle gab es die sogenannte Walkmühle, die von den Tuch- und Wandmachern genutzt wurde. Das war seinerzeit eine groß vertretene Handwerker-Gilde in Haltern am See. Diese Mühle war allerdings nur bis 1867 in Betrieb. Auf der anderen Seite des Mühlenbachs lag die Lohmühle, in der aus Baumrinde die Lohe geschlagen wurde, die man seinerzeit für das Ledergerben brauchte. Um 1870 herum wurde diese Mühle abgerissen. Auch die Ölmühle, die sich ebenfalls in der heutigen Stadtmühlenbucht befindet, wurde um 1870 herum abgerissen. Hier wurden aus Raps und aus anderen Samen Öl gewonnen. Als dann jedoch das Petroleum aufkam, wurde auch dieses Öl nicht mehr benötigt. Und damit war auch diese Mühle Geschichte.

Aktuell wird geprüft, wie die im Rahmen des Projektes 2Stromland aufgewertet werden kann, um auch an der Stelle ein Freizeitkonzept für die Stadt Haltern am See zu entwickeln.

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