Der Siebenteufelsturm in Haltern am See

Noch heute sieht man ihn sehr deutlich: Der Siebensteufelsturm ist ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten. Man weiß heute ziemlich genau, dass dieser runde Wehrturm um 1502 gebaut wurde. Das letzte Stückchen der Stadtmauer, das direkt am Turm anschließt stammt ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert ist aber wohl ein wenig älter. Seit 1996 wird der Turm durch eine Lichtinstallation beleuchtet. Die war seinerzeit zunächst umstritten in der Stadt, doch wenn man sich die vielen Kalender- und Postkartenmotive Halterns anschaut, dann findet man auch sehr häufig den schön ins Licht gesetzten Turm. Woher der Siebenteufelsturm übrigens seinen Namen hat, kann heute niemand so recht sagen. Eine gängige These ist aber, dass es einst sieben Türme rund um die Halterner Stadtmauer gegeben hat und dieser Turm davon übrig geblieben ist. Früher hatte der Turm übrigens kein Dach, wie mal auf vielen alten Fotos noch sehen kann. Nach dem zweiten Weltkrieg ist dieses Dach auf dem Turm jedoch hinzu gekommen. An dem Türchen im Turm erkennt man auch, auf welcher Höhe früher wohl die Stadtmauer verlaufen ist. Es wäre mal spannend zu erfahren, ob es noch jemanden gibt, der einen Schlüssel zu dieser Tür hat...

 

Die Stadtbefestigung, zu der der Siebenteufelsturm in Haltern gehört, wurde im 18. Jahrhundert abgetragen, nachdem sie durch viele vorherige Kriege zu arg in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sowohl im 30-jährigen Krieg als auch im Siebenjährigen Krieg schützte die Befestigung rund um Haltern die Bürger im Innern der Mauern so gut es ging. Die Mauern selbst litten darunter jedoch. Als sie nach dem Siebenjährigen Krieg zu stark beschädigt war, wurde die gesamte Befestigungsanlage entfernt. Der Turm jedoch blieb stehen, ohne dass dafür heute ein bestimmter Grund bekannt ist. Aber auch ein starker Sturm, der sich am 7. Dezember 1627 ereignet haben soll, hat der Befestigung unserer Stadt zugesetzt: 200 Meter der Stadtmauer sollen einfach umgeweht worden sein. 

 

Nicht nur die Mauer schützte die Stadt Haltern in vergangenen Jahrhunderten. Noch heute gibt es eine Straße "Landwehr" in Haltern - eine Querstraße zwischen der Holtwicker- und der Römerstraße in Richtung Holtwick. Viel weiß man über diese Landwehr indes nicht. Im Jahr 1425 wurde sie jedoch erstmalig in einer Urkunde erwähnt und 1456 wurde sie eindeutig als Landwehr der Stadt Haltern bezeichnet. Es wird nicht ausgeschlossen, dass es im Sundern - die Straße Landwehr ist nicht weit davon entfernt - Turmhöfe gegeben hat, die ebenfalls dem vorgelagerten Schutz der Stadt dienen sollten. Das Stadtrecht blieb in Haltern indes innerhalb der Stadtmauern. Es bildeten sich keine sogenannten "Poalbürger" wie in anderen Städten heraus, die zwischen der Stadtmauer und der Landwehr lebten und ebenfalls gewisse Bürgerrechte hatten wie jene, die innerhalb der Mauern lebten.

 

Nun, der Turm ist der letzte bauliche Zeuge dieser Art. Und Kinder, die in Haltern zur Schule gehen, machen immer wieder mal einen Ausflug zum Turm, um auch an der alten Mauer Fossilien in den alten Steinen zu sehen. Auch Sie sollten sich auf den Weg machen. Der Turm ist von uns aus innerhalb von fünf Minuten zu Fuß zu erreichen.

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