Der Annaberg: Wallfahrtsort und Ausflugsziel

Für Hochzeiten ist die Kapelle auf dem Annaberg sehr beliebt. Auch als Wallfahrtsort kennt man den Annaberg weit über die Grenzen von Haltern hinaus. Der Annaberg liegt auf dem Weg von Haltern in Richtung Lippramsdorf und Berg Bossendorf. Links von der Dorstener Straße erahnt man die Lippeauen. Rechts der Straße ragt der Wald nach oben - der Annaberg.

Früher wird man von der Halterner Innenstadt auch schon zum Annaberg gepilgert sein. Ein wenig lässt sich das heute sogar noch nachverfolgen: Geht man die Rekumer Straße nach oben und lässt damit die Sixtuskirche in seinem Rücken gelangt man am Ende der Fußgängerzoge zur Muttergottesstiege. Die heißt ja nicht zufällig so. Dort gibt es vor dem neuen Modekaufhaus eine Statue der Mutter Anna (die Mutter Marias). Und folgt man nun an dieser Stelle der Muttergottesstiege immer gerade aus und blendet man in Gedanken mal alle Gebäude aus, die es dort gibt - so führt einen die Richtung geradewegs auf den Annaberg zu.

Die Sage will es, dass im Jahr 1566 eine Quelle am Annaberg aufbrach. In dieser Quelle wusch sich ein Kranker, der daraufhin gesund wurde. Ein Wunder, das sich schnell verbreitete. Und so wurde aus dem Annaberg ein Wallfahrtsort und auf dem Annaberg wurde eine Kapelle errichtet, die inmitten von altem Baumbestand eine wirklich schöne Örtlichkeist. Daher kommt es auch, dass in der Kapelle, die zur innerstädtischen katholischen Sixtusgemeinde gehört, gerne Hochzeiten gefeiert werden.

Regelmäßig finden auch heutzutage noch Wallfahrten zum Annaberg statt. Das hat auch mit den Vertreibungen während des zweiten Weltkriegs zu tun: In Oberschlesien wird die Mutter Anna ebenfalls sehr verehrt. Auch dort gibt es einen Annaberg. Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Oberschlesier aus ihrer Heimat vertrieben und der Annaberg in Haltern wurde zu einem Ersatz-Wallfahrtsort. Dem trug man auch vor rund 30 Jahren Rechnungen, indem man auf dem Annaberg eine Bronzesäule aufstellte, die neben einer Kopie der schlesischen Darstellung der Mutter Anna auch die heilige Hedwig - die Schutzpatronin des Landes - und Persönlichkeiten Oberschlesiens zeigte.

Der Kreuzweg auf dem Annaberg stammt zum Teil aus dem 17. Jahrhundert. Im gleichen Jahrhundert wurde Clemens Brentano geboren, der den Annaberg in Haltern in zwei seiner zahlreichen Gedichte verewigte.

Für Radfahrer und Spaziergänger liegt der Annaberg übrigens ausgesprochen günstig - man muss nur eine steilen Anstieg bewältigen. Die Römerroute mit dem neu eröffneten Radweg und auch der Radweg entlang der Dorstener Straße auf dem Weg nach Lippramsdorf führen direkt am Annaberg vorbei. Ein Abstecher auf den Berg kann sich lohnen; zumal es dort auch ein Cafe gibt, in dem man sich mit Kaffee, Kuchen oder einem kühlen Bierchen stärken kann.

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